Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat. 5.Mose 26,11

Liebe Gemeinde!

Fürchte dich nicht vor der Freude! Über einen solchen Satz schmunzelt jeder eingefleischter Karnevalist, denn für ihn gibt es nicht Größeres als das Leben und die Freude zu feiern, bevor die Fasten- und Passionszeit am Aschermittwoch beginnt.

Fürchte dich nicht vor der Freude!  Es gibt allerdings auch Menschen, die bestenfalls an der Freude im Leben nur kosten, weil sie Angst davor haben, die Lebensfreude – und damit meine ich nicht den Alkohol – in tiefen Zügen zu genießen. Zu oft wurden sie vom Leben enttäuscht oder lernten, dass man sich nicht freuen darf….

Fürchte dich nicht vor der Freude! Ja, leider gibt es Menschen, deren Leben zwar von Gott erfüllt wird, die aber statt sich zu freuen, direkt an das Gegenteil denken.

„Es geht mir gerade so gut, aber was wird morgen sein? Womit muss ich die Freude, die heute empfinde morgen bezahlen?“ 

Ein derartiges Denken ist ein großer Fehler. Wohl müssen wir bereit sein zu lernen, was Gott uns in den dunkeln Stunden sagen will: aber zögern wir doch nicht, auch die glücklichen Stunden, die uns zugemessen werden, dankbar zu genießen. 

Wie wir den Schmerz fühlen, so sollten wir auch die Freude genießen. Wenn wir todtraurig sind, so dürfen wir uns über das Erwachen des Lebens im Frühling, aber auch die Auferstehung freuen. Glück- Schmerz – Freude – Trauer – Spaß – Unglück – Begeisterung …. das ist die Spannbreite des Lebens! Also öffne dein Herz der Freude, wenn sie des Morgens mit fröhlicher Stimme zu dir kommt; damit das Weinen durch die Hintertüre verschwinden kann.

Das Schlechte und das Gute! Alles gehört zusammen, also „Fürchte dich nicht vor der Freude! Sei fröhlich sein und freue dich über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.

Und teile diese Freude mit anderen, auf das wir alle zu einer Familie werden, auch wenn der ein oder die andere aktuell keine Familie hat. Geteilte Freude ist doppelte Freude, genauso wie geteiltes Leid, halbes Leid ist. Wir alle benötigen Unterstützung vom ersten Atemzug an. Wir benötigen Gehalten- und Getragensein, einen Zusammenhalt in gemeinsamer Freude, im Lachen und gemeinsam Weinen. Geteiltes Leben eben.

Das ist das Gute, das mir geschenkt ist: Geteiltes Leben! Menschen, die für mich da sind, die mich durchs Leben begleiten, die mich so nehmen, wie ich bin. Dafür kann ich dankbar und fröhlich sein. Gerade weil offensichtlich ist, dass das alles andere als selbstverständlich ist. Somit wird jeder Mensch zu einem Geschenk für einen anderen. 

Sie, liebes Gemeindeglied, sind ein Geschenk über das wir uns freuen können.

Und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Ihnen

Ihre Pfarrerin 


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