Evangelische Martin-Luther-Kirchengemeinde Mönchengladbach Rheindahlen, Südwall 32

Jahrgang 49

KIRCHE AKTUELL

April 2020

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Liebe Gemeinde,

 

mit Blick auf die Maßnahmen der Bund-Länder Vereinbarung zur Eindämmung des Coronavirus möchten wir Sie darüber informieren, dass nunmehr alle Veranstaltung inklusive der Gottesdienste, Kurse, Treffen bis auf Weiteres entfallen. Im Notfall können Sie uns aber gerne telefonisch erreichen.

 

Zum Schutze unserer Austräger haben wir uns gegen eine Verteilung der April-Ausgabe von Kirche Aktuell (KA) entschieden. Des Weiteren wollen wir in Anbetracht der Lage die Ausgabe der KA für Mai ausfallen lassen. Wir bitten Sie um Ihr Verständnis.

 

Wir werden Sie aber an dieser Stelle weiterhin mit Informationen und aktuellen Videobeiträgen versorgen. Bitte schauen Sie daher öfters mal auf unserer Homepage vorbei.

 

Wir wünschen Ihnen alles Liebe und Gottes Segen.

Bleiben oder werden Sie bitte alle gesund.

 

Ihr Presbyterium

der Evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde Mönchengladbach Rheindahlen

 

"Licht der Hoffnung und des Zusammenhaltes“

in Zeiten von Covid-19

 

 

Liebe Gemeinde!

 

In diesen Tagen sollen wir uns gegenseitig schützen, indem wir zu Hause bleiben und KEINEN direkten Kontakt zu anderen haben.

 

Diese Isolation ist NOTwendig, wichtig und richtig!

 Aber es ist auch wichtig, Gemeinschaft im Glauben zu leben.

 

Darum stellen Sie bitte um 19.30 Uhr eine Kerze mit Brennschutz (!) oder ein anderes Licht ans (offene) Fenster, als Licht der Hoffnung, während unsere Glocken läuten und sprechen Sie, wenn Sie mögen ein Gebet, z.B. das Vaterunser; oder singen Sie das Lied: „Der Mond ist aufgegangen“.

 

Zum Klang der Glocken laden wir damit ein, gemeinsam für unseren Ort, unsere Stadt, unser Land und die Welt zu beten. So betet jeder Haushalt für sich, doch beim gemeinsamen Gebet wissen sich dabei alle mit allen verbunden.

 

Die Botschaft lautet: Wir sind uns nahe, trotz des Abstands, den wir derzeit zum Schutz unserer Mitmenschen wahren müssen. Die Kirchengemeinden rufen damit zur gedanklichen Zusammenkunft auf und möchten mit dem Licht der Kerzen ein Zeichen des Zusammenhalts und der Verbundenheit in ungewisser Zeit senden.

 

Je mehr Menschen sich anschließen,

desto heller scheint das Licht der Hoffnung –

in der Welt, für die Welt.

 

Pfarrerin Christiane Fiebig-Mertin

Liebe Gemeinde,

 

letztens mussten in unserem Garten ein paar Arbeiten verrichtet werden, bei denen der Rasen sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde. Neusaat ist nun angesagt. Und es ist schon faszinierend, wenn man so einen Beutel mit Rasensamen in der Hand hat. Denn wenn man diesen Samen zur rechten Zeit auf die Erde bringt, und dann Sonne und Regen das ihre tun, wächst daraus bald wieder ein wunderbarer Rasen, auf den man stolz sein kann.

So muss es auch den Landwirten gehen, die stolz darauf sein dürfen, wenn der ausgesäte Samen auf festen Halmen gute Ähren trägt, und diese sich später sanft im Winde wiegen. Aus einem Samenkorn wurde ein Halm, der viele neue Samenkörner trägt.

Der Schöpfer hat das schon großartig gemacht, dass aus kleinen einzelnen Samenkörnern Halme mit neuer Frucht heranwachsen. Aber er hat in seiner Schöpfungsordnung auch festgelegt, dass nur dort Früchte heranwachsen können, wo vorher ihr Samen ausgestreut worden ist.

Ohne Samen keine Frucht! Ohne Saat keine Ernte, die wieder neue reichhaltigere Saat hervorbringt und somit unendlich weitergeht.

Dieses Beispiel aus der Natur wird uns in der Bibel als Hinweis für unser Leben gegeben. In unserem Monatsspruch aus 1. Kor. 15,42 heißt es: Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.

Diesen Spruch sage ich immer am Grab, und gemeint ist damit folgendes: Das Leben des Menschen ist reichhaltig, auch wenn er nur ein Korn von vielen ist. Aber ohne ihn oder sie wäre die Ähre auf dem Halm nicht vollständig. Und schon in einem einzigen Korn sind alle wichtigen Informationen für zukünftige Körner angelegt, so wie in einem Menschen alle wichtigen Dinge des Lebens vorhanden sind. Dabei meine ich nicht nur die Genetik, sondern auch die Veranlagung zu Liebe und Toleranz.

Und wenn nun ein Korn aus einer Ähre herausfällt, dann fehlt es an seiner gewohnten Stelle. Nach menschlichem Begreifen ist damit das Leben aus. Aber nicht so bei Gott. Er, der Schöpfer von allem, was lebt, hat sich das anders ausgedacht. Er erweckt das tote Samenkorn zu einem neuen und reichhaltigen Leben. Wir sehen, dass so etwas in der Natur geschieht. Wir vertrauen darauf, dass es so ist und wir nicht am Ende des Tages verhungern müssen.

Aber es ist ein Beispiel, das vielen Menschen schwer fällt zu glauben. Es gibt einige Menschen, die nicht glauben, dass ein verstorbener Mensch zu neuem Leben auferweckt wird.

Dabei hat uns Gott seinen eigenen Sohn gegeben, um uns zu zeigen, dass es möglich ist. Jesus starb, sein Leib wurde in das Grab gelegt – wie ein Samenkorn in die Erde – und er stand nach drei Tagen auf zu einem neuen Leben.

Wir Christen bekennen die Auferstehung der Toten im Glaubensbekenntnis. Wir Christen glauben und vertrauen darauf, dass Gott jeden Menschen wieder vom Tod zum Leben auferwecken wird – nicht nach drei Tagen, aber in der Ewigkeit. Was gesät wurde, wird geerntet werden. Wer als Mensch gelebt hat, wird auferstehen!

Wie unser Auferstehungsleib aussehen wird, weiß ich nicht, aber ich glaube, dass er anders aussieht als jetzt, denn auch das Samenkorn, das in die Erde gelegt wurde, sieht anders aus als die Ähre, die nachher aus ihr erwächst und auf die der Schöpfer stolz ist.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Osterzeit und den Glauben an die Auferstehung.

 

Ihre Pfarrerin

Evangelische Martin-Luther-Kirche in MG-Rheindahlen

 

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